29.11.2008
Es begann alles ganz einfach: Eine Vorstellung war angesagt und ich wollte sie mir ansehen!
Es sollte um Acht Uhr am Abend in Kassel irgendwo ein Manga vorgestellt werden – was ich mir unbedingt ansehen musste.
Ich selbst dachte zunächst, dass die Vorstellung um Acht uhr am Morgen beginnt, und fuhr dementsprechend viel zu früh in die Stadt.
Da ich so oder so noch zeit gehabt hätte – es war übrigens Sommerlich warm – setzte ich mich auf eine Treppe an einem Platz.
Damit wartete ich ein wenig, bis ein Typ ankam und mich fragte, ob wir uns vielleicht treten könnten, damit er mal sieht, wie ich das mache – er hat dann angefangen und ich hab dann gewaltig zurückgetreten – nur, ich habe getroffen. Er nicht.
Dann war auf einmal keiner mehr da, und es kam ein Mädchen, das den Müll aufsammelte: Jugendstrafe, vermute ich. Der Platz war übrigens, so fiel mir auf, sehr vermüllt. Überall lagen Tütchen von Süßkram und allerlei Abfall. Also stand ich auf und ging.
Da sah ich ein Plakat mit der Ankündigung von der Preview und ich sah, dass sie erst abends begann. Erkenntnis: VIEL zu Früh!
Na gut, da bin ich durch diverse alte Hintergassen gelaufen, hin und wieder Torbögen hinter mir, in der kleine Jungs Counter Strike spielten – mit Spielzeugpistolen und allen am Campen. So werdet ihr nie fertig!, dachte ich. Und dann bin ich über einen größeren Hof und hatte dort leichte Panik dass mich einer der Kleinen für einen Gegner hält und mich abschießt. Aber dem war nicht so. Sie versteckten sich im übrigen sehr schlecht, man konnte sie sehr deutlich sehen.
Danach kam ich in eine Art Raum, Mobilar war vorhanden, dafür war er frei durchgänglich und irgendwo einfach nur ein überdachter Hof. Da saß Tash in einem Sessel, der mehr Stuhl war, da nicht gepolstert. Und da war noch jemand, von dem ich nicht einmal mehr erahnen kann, wer es war. Und, schlussendlich, und wo ich zuerst vorbeikam: Eine Perserkatze, die ich promt streichelte. So ein weiches und flauschiges Fell, das hat sich richtig echt und toll angefühlt. Vielleicht habe ich da meine Fleecedecke oder irgendwas anderes mit der Handfläche berührt. Aber ich liebte es, sie zu streicheln! Jedenfalls ging ich bald an Tash vorbei und sagte ihr, dass ich Maine Coons auch sehr gerne habe.
Dann bin ich zurück nach Hause, um beim Björn zu sein, mit ihm rumzukuscheln und irgendwas im Fernsehen zu gucken.
Plötzlich fiel mir die Vorstellung wieder ein - ich erschrak und dachte, ich hätte sie verpasst. Aber es war erst 17 Uhr.
Später bin ich zurück an die Haltestelle, es war bereits Dunkel. Ich wartete auf meinen Bus, da waren noch andere, die auf ihn warteten. Und er kam nicht. Stattdessen kam ein Busfahrer angelaufen. Er bräuchte einen Ersatzbus! Er war allein und ging weiter.
Drei Schritte weiter, ich war die einzige, die ihm folgte, kam uns eine 19 entgegen (wir warteten auf die 15). Er hielt sie an und fragte ob er nicht den Bus haben könnte. Aber damit würde er die Route unterbrechen!
Soweit so gut, ich ging zurück an die Haltestelle und siehe da – eine 38 kam. Sonderbarerweise benutze ich auch in der Realität des öfteren diese Linien. Dann stiegen wir also alle dort ein. Für mich war alles besetzt, außer eine komplette Sitzreihe, relativ weit hinten. Die direkte Reihe hinter der hinteren Tür quasi.
Es waren ganze fünf Sitze nebeneinander, die linken sitzreihen waren alles nur je zwei. Aber die Fünf waren frei! Ich näherte mich ihnen, bis sich zwei Mädels in jene Reihe setzten – an den Gang nämlich. Ich hätte sie fragen können ob sie mich reinlassen oder durchrutschen, aber stattdessen kraxxelte ich unter der Stange hindurch, um auf den Fensterplatz zu kommen.
So fuhren wir… und ich sah aus dem Fenster: Es war hell draußen!
Widersprüchlich, da es dunkel war, als ich auf den Bus wartete.
Und dann schellte mein DS und rief „Aufstehen! Es ist neun!“… Obwohl es erst Achte war. Ich gehe ihn fix umstellen. Süße Träume, wünsche ich!